§ 4
Räume und Bereiche

(1) Räume, in denen Sauerstoff gewonnen wird, müssen Decken, Wände und Fußböden aus nichtbrennbaren Baustoffen haben. DA

(2) Räume, in denen Sauerstoff gewonnen, verdichtet oder flüssiger Sauerstoff vergast wird, müssen von angrenzenden Räumen, die brand- oder explosionsgefährdet sind, soweit gasdicht abgetrennt sein, daß in diesen brand- oder explosionsgefährdeten Räumen mit einer Sauerstoffanreicherung nicht zu rechnen ist. DA

(3) In Räumen, in denen flüssiger Sauerstoff austreten kann, muß um mögliche Austrittstellen für den Schutz der Versicherten ein ausreichend bemessener Schutzbereich vorhanden sein. Bauliche Einrichtungen im Schutzbereich müssen nach Absatz 1 beschaffen sein. Zusätzlich dürfen sich im Schutzbereich keine Öffnungen zu tieferliegenden Räumen, keine Kanaleinläufe ohne Flüssigkeitsverschluß und keine brennbaren Stoffe befinden. DA

(4) Absatz 3 Sätze 1 und 3 gelten auch für Bereiche im Freien. DA

(5) Ausgänge von Räumen, in denen Sauerstoff gewonnen, verdichtet oder flüssiger Sauerstoff vergast wird, müssen so angeordnet sein, daß die Räume bei Gefahr schnell verlassen werden können.


DA zu § 4 Abs. 1:

Siehe hierzu DIN 4102-1 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Baustoffe; Begriffe, Anforderungen und Prüfungen" und DIN 4102-4 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Zusammenstellung und Anwendung klassifizierter Baustoffe, Bauteile und Sonderbauteile".


DA zu § 4 Abs. 2:

Unter angrenzenden Räumen sind daneben-, darüber- und darunterliegende Räume zu verstehen.

Gemauerte, beiderseits verputzte Wände sind im allgemeinen ausreichend gasdicht, ebenso Türen der Feuerwiderstandsklasse T30 nach DIN 4102 bei selbstschließender Ausführung.


DA zu § 4 Abs. 3:

Die Forderung nach einem Schutzbereich ist erfüllt, wenn dieser einen Umkreis von 5 m um mögliche Austrittstellen umfaßt.


DA zu § 4 Abs. 4:

Zu brennbaren Stoffen im Freien gehören insbesondere Böden aus Asphalt (Bitumen) oder Holz.