§ 25
Gefährliche Beimengungen in Luftzerlegungsanlagen

(1) In Luftzerlegungsanlagen muß das Auftreten gefährlicher Konzentrationen von Kohlenwasserstoffen, insbesondere von Acetylen, verhindert sein. DA

(2) In Luftzerlegungsanlagen mit Luftverdichtern, deren Druckräume ölgeschmiert sind, muß im warmen Teil eine kombinierte mechanische und adsorptive Entfernung von Öl aus der Luft vorhanden sein. Zusätzlich muß im kalten Teil vor Abgabe von flüssigem Sauerstoff in Tanks oder in Verdampfer ein Ölfilter aus unbrennbaren Stoffen eingebaut sein. DA

(3) In Luftzerlegungsanlagen mit Expansionsmaschinen, deren Druckräume ölgeschmiert sind, muß nach der Expansionsmaschine und vor Abgabe von flüssigem Sauerstoff in Tanks oder in Verdampfer jeweils ein Ölfilter aus unbrennbaren Stoffen eingebaut sein.

(4) Die Umgebung um Ölfilter im kalten Teil nach den Absätzen 2 und 3 muß vor den Auswirkungen von Öl-Sauerstoff-Reaktionen durch eine ausreichende Abschirmung, die auch während der Regenerierung wirksam ist, geschützt sein. DA


DA zu § 25 Abs. 1:

Diese Forderung ist erfüllt, wenn
1.die Luft durch geeignete Lage der Ansaugstelle soweit möglich von gefährlichen Beimengungen frei ist,
2.gefährliche Kohlenwasserstoffe vor Eintritt in die Luftzerlegungsanlage weitgehend beseitigt werden, z. B. durch Adsorber,
oder
3.Kohlenwasserstoffe in Trennapparaten durch entsprechende Verfahrensschritte ausreichend entfernt werden.


DA zu § 25 Abs. 2:

Die Forderung nach einem Ölfilter im kalten Teil ist auch erfüllt, wenn in der Prozeßluft vor dem Tieftemperaturteil Adsorber gefüllt mit Molekularsieb oder Aktivkohle verwendet werden.

Für bestehende Anlagen siehe § 50.


DA zu § 25 Abs. 4:

Die Abschirmung erfolgt in Anlehnung an die Durchführungsanweisungen zu § 24 Abs. 3.