§ 16
Brennbare Bauteile, Werk-, Hilfs- und Dämmstoffe

(1) Anlagenteile für gasförmigen Sauerstoff mit Betriebsüberdrücken von mehr als 1 bar oder für flüssigen Sauerstoff müssen auf der mit Sauerstoff beaufschlagten Seite frei von brennbaren Bauteilen sein, soweit nicht brennbare Bestandteile nach anderen Bestimmungen dieser Unfallverhütungsvorschrift zulässig sind. DA

(2) Innerhalb der Blechummantelung von Luftzerlegungsanlagen, Anlagen und Anlagenteilen für flüssigen Sauerstoff dürfen nur die brennbaren Teile, Werkstoffe oder Hilfsstoffe verwendet sein, die in Anlage 2 aufgeführt sind oder von einem von der Berufsgenossenschaft anerkannten Prüfinstitut mit dem Ergebnis geprüft worden sind, daß sie sich zur Verwendung sicherheitstechnisch eignen. DA

(3) Wärme- und Schalldämmungen von sauerstofführenden Anlagen und Anlagenteilen müssen aus Dämmstoffen bestehen, die nicht in gefährlicher Weise mit Sauerstoff reagieren können. DA


DA zu § 16 Abs. 1:

Brennbare Bauteile können Siebe, Meßeinrichtungen, Abstützungen in Behältern sein. Als brennbare Bauteile sind auch brennbare Innenanstriche anzusehen.

Für die Zulässigkeit brennbarer Bestandteile siehe §§ 7, 8 mit Anlage 1, §§ 11, 13 Abs. 1 und § 22 Abs. 6.

Für Gasometer mit einem Betriebsüberdruck unter 1 bar empfiehlt sich für den Innenanstrich die Verwendung schwer entflammbarer Anstrichmittel.

Für die Anwendung von Odoriermitteln siehe "Sicherheitsregeln für die Odorierung von Sauerstoff zum Schweißen und Schneiden" (ZH 1/521).


DA zu § 16 Abs. 2:

Anerkannt ist die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Unter den Eichen 87, 12205 Berlin.


DA zu § 16 Abs. 3:

Die Ungefährlichkeit eines Dämmstoffes, z. B. Schlackenwolle, Steinwolle, Glaswolle, Perlite, ist gewährleistet, wenn der Masseanteil an organischen Stoffen, z. B. Schmälzmittel bezogen auf die Gesamtmasse der Dämmstoffe, im Durchschnitt nicht größer als 0,5 % ist.