§ 12
Verlegen von Rohrleitungen

(1) Rohrleitungen müssen so verlegt sein, daß sie vor gefährlicher Beanspruchung durch Erschütterung, Verlagerung, Verspannung oder Erwärmung geschützt sind.

(2) Rohrleitungen in Krankenhäusern müssen für jedes Stockwerk gesondert absperrbar und so verlegt sein, daß Überprüfungen und Reinigungsarbeiten möglich sind.

(3) Rohrleitungen, die in Gebäude führen, müssen von ungefährdeter Stelle aus absperrbar sein.

(4) Rohrleitungen für feuchten Sauerstoff, in denen Kondensat anfällt, müssen gefahrlos entwässert werden können.

(5) Rohrleitungen müssen gegen äußere Korrosion geschützt sein.

(6) Wanddurchführungen erdverlegter oder in Kanälen verlegter Rohrleitungen müssen gasdicht ausgeführt sein.

(7) Rohrleitungen für Sauerstoff dürfen mit Rohrleitungen für brennbare Gase nur dann in Kanälen zusammen verlegt sein, wenn die Dichtheit der Rohrleitungen sichergestellt ist. DA

(8) Rohrleitungen aus nichtkaltzähen Werkstoffen müssen, wenn sie aus Anlagen für flüssigen Sauerstoff gespeist werden, durch eine Einrichtung so geschützt sein, daß keine gefährliche Abkühlung der Rohrleitungen eintreten kann. DA

(9) Erdverlegte Rohrleitungen müssen zu erdgedeckten, elektrischen Kabeln einen ausreichenden Sicherheitsabstand haben. DA


DA zu § 12 Abs. 7:

Diese Forderung ist erfüllt, wenn die Rohrleitungen
mit unlösbaren Verbindungen, z. B. durch Schweißen, Hartlöten oder Flanschverbindungen mit Schweißlippendichtungen, mit Linsendichtungen oder mit Metallrunddichtungen ausgeführt sind
oder
mit Rohrverschraubungen verbunden werden, bei denen die Dichtheit durch geeignete Weichdichtungen hergestellt wird. Die Weichdichtung darf vom Sauerstoffstrom nicht unmittelbar berührt werden. Bewährt haben sich Konusverschraubungen mit Schweißnippel oder Klemmring. Schneidringverschraubungen mit mehr als 22 mm Außendurchmesser sind hierfür nicht geeignet.


DA zu § 12 Abs. 8:

Eine solche Einrichtung ist z. B. eine temperaturgesteuerte selbsttätige Armatur, die bei Ausfall der Wärmezufuhr zum Vergaser die Förderung des Gasstromes unterbricht.


DA zu § 12 Abs. 9:

Ein ausreichender Sicherheitsabstand liegt vor, wenn dieser zwischen Rohrleitungen und elektrischen Kabeln mindestens 30 cm beträgt oder sich zwischen Rohrleitungen und Kabeln Bauteile aus nichtleitenden, nichtbrennbaren Baustoffen befinden, z. B. Außenwand eines Kabelkanals.