§ 11
Schläuche

(1) Anlagenteile zum Fortleiten von gasförmigem Sauerstoff dürfen nur insoweit aus Schläuchen mit organischen Bestandteilen bestehen, als Rohrleitungen für den vorgesehenen Betriebszweck nicht einsetzbar sind oder wenn es sich um vorübergehende Einrichtungen handelt. Schläuche müssen gegen Beschädigungen geschützt sein. DA

(2) Schläuche zum Fortleiten von Sauerstoff müssen einschließlich ihrer Einbindungen nach Bauart und Werkstoff für die betrieblichen Beanspruchungen geeignet sein. DA

(3) Der Querschnitt von Schläuchen einschließlich ihrer Einbindungen muß so bemessen sein, daß eine sicherheitstechnisch unbedenkliche Strömungsgeschwindigkeit nicht überschritten wird. DA

(4) Schläuche mit organischen Bestandteilen dürfen nur zum Fortleiten von gasförmigem Sauerstoff vorgesehen sein. Bei Betriebsüberdrücken von mehr als 30 bar müssen sie von einer von der Berufsgenossenschaft anerkannten Prüfstelle mit dem Ergebnis geprüft worden sein, daß sie sich für die Verwendung sicherheitstechnisch eignen. DA


DA zu § 11 Abs. 1:

Als vorübergehende Einrichtungen gelten auch solche an Baustellen für die Bauzeit. Der Schutz der Schläuche erstreckt sich auf Bereiche, in denen eine Gefährdung durch mechanische, thermische oder chemische Einwirkungen besteht.


DA zu § 11 Abs. 2:

Als metallische Werkstoffe für Schläuche sind geeignet Kupferlegierungen mit einem Masseanteil an Kupfer von mindestens 55 % und austenitische nichtrostende Cr-Ni-Stähle mit einem Masseanteil an Chrom und Nickel von zusammen mindestens 22 %.

Schläuche mit organischen Bestandteilen sind bis 30 bar dann geeignet, wenn sie z. B. DIN 8541-3 "Schläuche für Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren; Sauerstoffschläuche ohne Ummantelung für besondere Anforderungen; Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfung" oder DIN 8541-4 "Schläuche für Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren; Sauerstoffschläuche mit und ohne Ummantelung für besondere Anforderungen; Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfung" entsprechen.

Andere Schläuche mit organischen Bestandteilen können verwendet werden, wenn sie sich nach Betriebserfahrungen bewährt haben. Siehe hierzu Absätze 1 und 3.


DA zu § 11 Abs. 3:

Ergebnisse sicherheitstechnischer Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen nichtmetallischen Schlauchwerkstoffen und Strömungsgeschwindigkeit liegen nicht vor. Diese Forderung darf deshalb durch Einhalten der nach Betriebserfahrungen ungefährlichen Strömungsgeschwindigkeit erfüllt werden.


DA zu § 11 Abs. 4:

Anerkannt ist die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Unter den Eichen 87, 12205 Berlin.